Das Wichtigste vorweg: Große All-inclusive-Resorts gibt es in Kaş nicht — und genau das macht den Ort aus. Kaş ist eine kleine, bohemische Hafenstadt an steilen Hängen, und die Unterkunftskultur besteht aus Boutiquehotels und familiengeführten Pensionen. Das Frühstück im Innenhof unter Bougainvillea und der abendliche Spaziergang zum Hafen ersetzen hier jedes Animationsprogramm.
Grob lassen sich drei Lagen unterscheiden. Im alten Zentrum liegen kleine Hotels in umgebauten Steinhäusern, alles ist zu Fuß erreichbar — abends kann es lebhaft werden, Ruhesuchende sollten auf die Straßenlage achten. Rund um die Strände Küçük Çakıl und Büyük Çakıl konzentrieren sich Boutiquehotels mit Meerblick und kurzem Weg ins Wasser. Die Halbinsel Çukurbağ ist die ruhigste Wahl: aussichtsorientierte Häuser, viele mit Pool, aber für den Weg ins Zentrum braucht man Shuttle oder Mietwagen.
Kaş passt zu Paaren, Tauchern — der Ort ist eines der bekanntesten Tauchzentren der Türkei — und allen, die einen entschleunigten Urlaub im Kleinstadtmaßstab suchen, mit Blick auf die griechische Insel Meis. Familien mit Erwartung an Kinderclub und Rutschen stoßen an Grenzen; mit Kindern funktionieren am ehesten die ruhigen Häuser auf der Halbinsel. Praktisch: Die Strände sind kiesig, der Einstieg ins Meer erfolgt oft über Plattformen oder Leitern — vorher nachfragen; die kleinen Häuser sind im Juli und August schnell ausgebucht.