Essen gehen ist in Kaş die halbe Reise. Die Kulisse übernimmt viel: Tische in schmalen Gassen zwischen Steinhäusern, Terrassen unter Bougainvillea und ein Servicerhythmus, der niemanden hetzt. Kaş ist eine Genussstadt im Kleinformat — die meisten Lokale sind kompakt, oft vom Inhaber selbst geführt, mit Karten, die sich nach der Saison richten.
Die Orientierung ist einfach. Hafenfront und Basargassen sind das Herz des Abendessens, mit Schwerpunkt auf Fisch, Meeresfrüchten und Meze. In den Seitengassen verstecken sich kleinere, intimere Adressen; über den Ort verteilte Hofcafés übernehmen Frühstück und Kaffee am Tag — auch Third-Wave-Kaffee ist in Kaş angekommen, im Miniaturformat. Wer die Hänge hinaufsteigt, findet Terrassen mit Sonnenuntergangsblick auf die griechische Insel Meis: der klassische Kaş-Abend.
Das Rückgrat der Küche: Olivenölgerichte, Meze, Tagesfisch und mediterrane Kräuter; vegetarische und vegane Optionen sind inzwischen selbstverständlich. Die Preisspanne ist breit — einfache Lokanta und ambitioniertes Restaurant liegen oft in derselben Gasse. Im Juli und August sind die beliebten Terrassen schnell voll, abends zu reservieren ist eine gute Gewohnheit. Ein Tipp: Die sichtbarsten Tische am Hafen sind nicht automatisch die beste Küche — zwei Gassen landeinwärts lohnen sich oft.